Himmel und Hölle – zwischen 1918 und 1989 – die verbrannten Dichter.
Sammlung Jürgen Serke.
Dauerausstellung im Museum Baden, Museum
für Verfolgte Künste Solingen, 2008.
Gestaltung und Realisierung: Damm und Lindlar


Unter der Leitung von Ulrike Damm, wurde das Kunstmuseum Baden in Solingen
zum »Museum der Verfolgten Künste« umgestaltet. Von der Neukonzeption
über die Entwicklung von drei Sonderaus- stellungen bis hin zur Eröffnung
wurde das Projekt mit ihrem Team konzipiert und realisiert. Im Innenraum der
Vitrinen ist eine virulente Mischung aus Originalbüchern, Manuskripten, Briefen
der Autoren und erläuternden Texte und Bildmaterial zu sehen.

Katalog Beispielseiten
Presseresonanz, pdf

Es ist ein fast rhizomatischer Erinnerungsraum im »Museum Baden«,
das von nun an den Namen »Museum
der verfolgten Künste« tragen wird.
Die materialreichen Schaukästen zu Künstlern wie Mascha Kaléko, Else
Lasker-Schüler, Hugo Sonnenschein
oder Georg K. Glaser korrespondieren untereinander und schaffen Quer-verbindungen zwischen den verschiedenen Zeiten und ihren ideologischen Verheerungen.

Stern, 03.04.2008
Das ist Geschichtslektüre auf den ersten Blick. Eine komplexe Blicklinienführung durch ein ganzes schreckensvolles Jahrhundert. DIE ZEIT, 8.5.2008

Was im Museum Baden ins kollektive
Gedächtnis zurückgeholt wird, ist in
dieser Dichte und Dramaturgie ohne Vorbild: Die vergessenen Zeugen des zwanzigsten Jahrhun-derts finden
Aufnahme in einem Haus, in dem
die Erinnerung an sie weiterlebt.
Frankfurter Allgemeine Sonntags-
zeitung, 16.04.2008


Welch eine Dramatik von vergilbten
oder eingerissenen alten Schut-
zumschlägen ausgehen kann, wie
Titelbilder, Briefe, Couverts oder handschriftliche Originale diejeweiligen Zeitumstände oder die subjektive Verfassung ihrer Autoren wie Schlaglichter markieren, ist hier in ästetischüberzeugender Weise nachvollzogen. 
Georg Trapp,München 2009


 

Mit der Installation der Dauerausstellung der Sammlung Serke im Solinger Museum brachte der neu gegründete Damm und Lindlar Verlag ein Ausstellungsbuch und einen Sonderkatalog mit bundesweiter Medienresonanz auf den Markt. Schon nach sechs Wochen erschien die zweite Auflage des Buches »Himmel und Hölle zwischen 1918 und 1989 – Die verbrannten Dichter – Sammlung Jürgen Serke«. Der Band umfasst die in der Dauerausstellung gezeigte Sammlung »Die verbrannten Dichter« von Jürgen Serke mit zahlreichen Abbildungen von Erstausgaben, Originalmanuskripten und Originalfotos verfolgter Schriftsteller.




Auch in diesem Buch zeigt sich, dass Bücher, Textseiten, Handschriften und Briefe, Fotos, Bilder und Zeichnungen emotional zum Betrachter sprechen können. Die Umsetzung dieses Phänomens ist beispielgebend geglückt. Es ist nicht zu viel gesagt, wenn man diesen Prachtband jetzt schon zum Standardwerk erklärt, zu einem Werk freilich, das es nicht nötig hat, in abstrakten Allgemeinplätzen zu landen. Die bildlichsinnliche Konkretion übertrifft jede blasse Verallgemeinerung. Hier wirkt erschütternde Wirklichkeit auf jeder Seite selbsttätig verallgemeinernd. Aus der Süddeutschen Zeitung, 3.4.2008
 

Hier hat der Damm und Lindlar Verlag ein Stück durchreflektierter aktueller Buchkunst vorgelegt, der nichts fernersteht als diealte Prachtausgabeauf Büttenpapier und der es gelingt, dem traurigen Thema ein modernes, zugleich würdiges Forum zu schaffen, wofür lesende Augenmenschen nur dankbar sein können. Georg Trapp, München 2009

 


himmel und hölle
zwischen 1918 und 1989
die verbrannten Dichter 
Sammlung Jürgen Serke

damm und lindlar verlag

ISBN 978-3-9812268-2-9