Sankt Petersburg / HamburgVisuelle Identitäten im Vergleich
Ein Ausstellungsprojekt für die Stadtregierung St. Petersburg
im Mikhailovsky Theater, 2007
Konzept, Texte und Gestaltung: Ulrike Damm
Umsetzung und Fotos: Damm und Lindlar, 2007


Wir können alles sehen. Design macht es sichtbar. Das ist Segen und Fluch
in einem: Wir sehen Stärken genauso wie Schwachpunkte, Inspirierendes wie
Langweiliges. Beide Seiten gehören zu unserer visuellen Kultur. Unser Thema
ist St. Petersburg. Die Schönheit dieser Stadt steht wie ein Schutzschild vor
ihr man kennt sie, bevor man sie gesehen hat. Der erste Blick wird durch die
Schönheit bedient. Der zweite Blick bringt das Viel Mehr zu tage. Mit diesem
Blick setzen wir St. Petersburg mit seiner Partnerschaft Hamburg ins Verhältnis.

Nach 18 Kriterien haben wir beide Städte fotografiert. Die Fülle der mehr als
1600 Bilder geben Tendenzen preis und der Vergleich macht deutlich: Bilder
spiegeln das Denken und wenn sie sprechen, gibt es kein Entrinnen.



Hinter jedem Bild steckt eine Aussage, die es zu entschlüsseln gilt. Wie ernst 

nehmen wir das, was wir sehen? Wie gezielt fragen wir nach der Bedeutung
der Bilder? Was fangen wir an mit unseren Erkenntnissen? Es ist sinnvoll,
zwischendurch einmal einen Blick von außen zu riskieren und uns kritisch mit
dem visuellen Innenleben unserer Kultur auseinanderzusetzen. Wie beschreiben
wir unsere Welt? Was sehen wir? Entspricht es unseren Möglichkeiten, unseren
Wünschen, unseren Anliegen? Was ist unser Anspruch im Verhältnis zu dem,
was wir sehen? Die Ausstellung soll dazu veranlassen diese Fragen zu stellen.
Daraus ergeben sich Anworten und im besten Fall sogar Handlungen, die eine
Kultur formen. Wenn wir uns den Zusammenhang zwischen Inhalt und Form
deutlich machen, erkennen wir, wie viel Einfluss wir auf unsere Kultur haben.


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