Workshop im Rahmen des Forschungs- und Ausstellungsprojektes
Visible Champions


In der Ausstellung wurde der visuelle Auftritt von 60 deutschen Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen analysiert. Das Ergebnis der Untersuchung war, Differenzierung findet über Corporate Design kaum noch statt. Um eine »routinierte Gestaltung« zu erreichen, eine Gestaltung, die in jedem Land problemlos aufgenommen und umgesetzt werden kann, sind Werte wie hoher Standard, Verlässlichkeit, Einfachheit wichtig. Wir wollten wissen, was das für die Gestaltung heißt und wie sehr sie von diesen neuen „praktischen“ Werten bestimmt wird. Die Aufreihung von Alltagsfotos und Unternehmensbroschüren, die man in der Ausstellung sieht, macht deutlich, wie wenig Differenzierung in Deutschland ein Anliegen ist. Vielmehr geht es um Norm und Zugehörigkeit und die Angst, aufzufallen.

Aus Anlass der Ausstellung „Visible Champions“ wurde in einem Workshop mit Designern über das Verhältnis von Wahrnehmung und Erscheinung, von Identität und Form nachgedacht Dabei wurden unter der Leitung von Ulrike Damm, die in der Ausstellung gezeigten Corporate Designs in Einzelteile zerlegt und neue Formen erarbeitet, die weit über das Gezeigte hinausgehen. Beim Runden Tisch im Café D des Goethe Instituts wurden die Ergebnisse präsentiert und in einer Fachdiskussion zum Thema gemacht.